Archiv der Kategorie 'Lager Wolgast'

Gemeinsam gegen Ausgrenzung, Isolation und AusLAGERung gegenan spielen – Bericht zum antirassistischen Fußballturnier am 17. März 2013 in Greifswald

Am 17. März fand in der Greifswalder Arndt-Sporthalle ein antirassistisches Fußballturnier unter dem Motto „Kick it like Kevin Prince Boateng“ statt. Der Namensgeber des Projekts, Kevin Prince Boateng, setzt sich aktiv gegen Rassismus auf dem Fußballplatz und in der Gesellschaft ein.
Mit dem Hallenfußballturnier wollten AntirassistInnen und AntifaschistInnen gemeinsam mit Flüchtlingen aus den Flüchtlingslagern in Stralsund, Greifswald, Wolgast und Anklam gegen Ausgrenzung, Isolation und AusLAGERung gegenan spielen. Organisiert wurde das Fußballturnier von Stop it! Rassismus bekämpfen, alle Lager abschaffen, der Antirassistischen Initiative Greifswald, der Greifswalder Antifa-Gruppe Defiant und dem IkuWo. Unterstützt wurde das Projekt von der Amadeu Antonio Stiftung. (mehr…)

Kick it like K. P. Boateng¹! Antirassistisches Fußballturnier am 17.3. in Greifswald

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„Erfolgreiche Blockaden trotz massiver Schikanen der Polizei“

Pressemitteilung des Bündnisses „Rassisten stoppen – Solidarität mit Flüchtlingen“, 10. November 2012

Friedliche Menschenblockaden mit hunderten Teilnehmenden behinderten erfolgreich den NPD-Aufmarsch am gestrigen 9. November in Wolgast. Sie verhinderten damit die Inszenierung eines menschenverachtenden neonazistischen Weltbilds’ durch NPD und Freie Kameradschaftsszene, die sich am gestrigen Tag vor allem gegen Flüchtlinge in Wolgast richtete.
Während das Verwaltungsgericht in Greifswald der bewussten Provokation durch Neonazis, am 74. Jahrestag der Reichspogromnacht in Wolgast einen Fackelmarsch gegen einen vermeintlichen „Asylmissbrauch“ durchführen zu wollen, noch kurz zuvor durch die Aufhebung des Verbotes stattgab, konnte zivilgesellschaftliches Engagement die Aufmarschroute weitreichend verkürzen und zwang die Neonazis zwischenzeitlich zu einem Stillstand ihres Marsches von über einer dreiviertel Stunde. (mehr…)

“Wir sind hier nicht gewollt” – Rückblick über die Geschehnisse in Wolgast

Dieser Bericht erschien als erstes auf dem Blog Rassisten stoppen.

Rassistische Hetze damals wie heute

Bereits 2002 wurde in Wolgast mit der Initiative „Schöner Wohnen in Wolgast“, für die sich damals der aktive Neonazi Michael Vedder u.a. vom ehemaligen Sozialen und Nationalen Bündnis Pommern (SNBP) verantwortlich zeigte, gegen eine geplante Unterbringung von Asylsuchenden Stimmung gemacht. Als bürgerlich anmutende Initiative machte sie mit einem Flyer gegen das geplante Heim mobil und sammelte über 300 Unterschriften, die dem damaligen Bürgermeister Kanehl (SPD) übergeben wurden. Das für die Unterbringung vorgesehene Gebäude wurde mit Drohungen beschmiert wie ,,Wir wollen kein zweites Lichtenhagen und du Kahmel [sic!]?“, oder „Lichtenhagen! Solingen! Möll! Wolgast?“. Zehn Jahre danach wird in Wolgast wieder gegen Flüchtlinge gehetzt. Seitdem im Mai öffentlich wurde, dass in einem Wohnblock in Wolgast-Nord Flüchtlinge untergebracht werden sollen, wurden an Laternen und Bushaltestellen in der Umgebung zahlreiche Aufkleber und Plakate mit Sprüchen wie: „Wir sind nicht das Sozialamt der Welt. Zuwanderung löst keine Probleme, sie schafft welche. Schluss mit Multikulti“ angebracht. (mehr…)

Stimmen aus dem Wolgaster Flüchtlingslager zur aktuellen Situation

Interview mit Malik* und Nuri*
(*Namen geändert)

Antje: Seit wann seid ihr in Wolgast?

Malik: Seit eineinhalb Monaten.
Nuri: Ja, ich auch, seit fast einem Monat.

Antje: Wie hast du dir das Leben in Deutschland vorgestellt?

Malik: Ich habe mir das Leben hier in Deutschland irgendwie besser vorgestellt. Ich war bereits in anderen europäischen Ländern. Ich kenne die Situation in Griechenland und in Italien. Sogar in Italien war es besser als in Deutschland. Jetzt hier in Wolgast zu sein ist nicht einfach für mich. Ich habe auch das Gefühl, dass die Mitarbeiter hier im Heim nicht sehr viel Sympathie für uns haben. (mehr…)