3000 demonstrieren in Hamburg gegen Rassismus und Ausgrenzung

In einer lautstarken und kraftvollen Demonstration kamen heute tausende Menschen zusammen, um gemeinsam ein Zeichen gegen die rassistischen Verhältnisse in der Gesellschaft zu setzen. Ein breites Bündnis aus antirassistischen und antifaschistischen Gruppen hatte dazu aufgerufen sich gegen Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus, eine menschenverachtende deutsche Asylpolitik sowie die Abschottungspolitik der EU zu Wehr zu setzen und sich darüber hinaus mit dem Refugee Strike zu solidarisieren. Der Demonstrationszug startete am Hauptbahnhof, verlief dann durch die Innenstadt und endete schließlich in der Feldstraße Nähe Millerntorstadion. Auf dem ganzen Weg waren lautstarke Sprechchöre zu hören, die Solidarität mit Flüchtlingen und ein bedingundloses Bleiberecht für alle Geflüchteten forderten.
Mit dabei waren auch Aktivist_innen vom Refugee Strike, die bereits im letzten Jahr in verschiedenen Städten begannen gegen die menschenverachtende Asylpolitik zu protestieren. Nach Hungerstreiks, Protestcamps in mehreren Städten, einem Protestmarsch quer durch die Bundesrepublik und vielen weiteren Aktionen ließen sie sich am Oranienplatz in Berlin in einem Protestcamp nieder. Immer wieder wurden in Redebeiträgen und Sprechchören die Forderungen der streikenden Flüchtlinge aufgegriffen, die die Abschaffung der Residenzpflicht und aller Flüchtlingslager beinhalten sowie ein Abschiebestopp und die Anerkennung aller Asylsuchenden als politisch Geflüchtete.
Wiederholt stand auch das Erstaufnahme- und Abschiebelager in Horst bei Boizenburg in der Kritik der Demonstrant_innen. In verschiedenen Redebeiträgen, unter anderem auch der Stop it! Kampagne, wurde die Abschaffung des Lagers gefordert, welches aufgrund seiner abgeschiedenen Lage, der schlechten infrastrukturellen Anbindung sowie der systematischen Entmündigung und Unterdrückung seit 20 Jahren politisch gewollte Isolation, Ausgrenzung und Diskriminierung von Flüchtlingen weiter manifestiert.

mehr Bilder gibts hier und hier

Am 14.04. geht der Protest mit einer Aktion direkt vor dem Erstaufnahme- und Abschiebelager in Horst weiter!

Informiert euch, kommt zahlreich und lasst uns weiter mit Nachdruck fordern:

# Residenzpflicht abschaffen!
# Flüchtlingslager abschaffen!
# Abschiebungen stoppen! Keine Duldung der Duldung!
# Anerkennung aller Asylsuchenden als politisch Geflüchtete!

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • email

1 Antwort auf „3000 demonstrieren in Hamburg gegen Rassismus und Ausgrenzung“


  1. 1 Stefan 07. April 2013 um 11:29 Uhr

    Solidarische Grüße aus Dresden!

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.