Archiv für März 2013

10. Antirassistische Aktionstage „Kommt nach vorne!“ vom 07. März bis 23. März 2013 in Rostock

Die Antirassistische Initiative Rostock führt nun zum zehnten Mal in Rostock antirassistische Aktionstage aus Anlass des Internationalen Tages zur Überwindung von Rassismus am 21. März durch. Wir unterstützen die Aktionstage und mit mehreren Veranstaltungen.
Ihr seid herzlich eingeladen, euch zu informieren, zu diskutieren und Spaß zu haben.

Programm

# 07. März 2013 // 21:00 Uhr // Peter-Weiss-Haus // Theater: Revolution für Bewegungsfreiheit

# 13. März 2013 // 20:00 Uhr // Peter-Weiss-Haus // Film & Diskussion: Residenzpflicht

# 14. März 2013 // 19:30 Uhr // Cafe Median // Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen! Film und Infoverstaltung zum weiterhin existierenden rassistischen Sondergesetz und Möglichkeiten des solidarischen Widerstands

# 17. März 2013 // 17:00 Uhr // Greifswald, Arndt-Sporthalle // Antirassistisches Fussballturnier (Anmeldung bis 14.3. an stop_it@gmx.de)

# 19. März 2013:

18 Uhr // Cafe Median // Workshop, Austausch, Vernetzung mit dem Refugeeprotest, der gerade auf Busprotestour durch Deutschland unterwegs ist
20:00 Uhr // Waldemarhof // Film & Diskussion: Revision

# 20. März 2013 // 17:45 Uhr // Lohro, Margaretenplatz // More Colour in the media

# 21. März 2013 // 20:00 Uhr // Haus Böll // Podiumsdiskussion: Die Abschaffung des Asylrechts

# 23. März 2013 // 21:00 Uhr // Peter-Weiss-Haus // Konzert Strom & Wasser feat. THE REFUGEES

>>> Refugeeprotestbustour macht Halt in Rostock am 19.3. in Rostock <<<

19.3. // 18 Uhr // Cafe Median

# Workshop über den bisherigen Kampf, Forderungen und nächste Schritte; Vernetzung; Diskussion

# Mobilisierung für die Refugees‘ Revolution Demo am 23. März in Berlin

Wir möchten den Refugeeprotest auch im Rahmen der Antirassistischen Aktionstage unterstützen. Rostock wird die letzte Station sein nach
einer erneuten mehrwöchigen Bustour quer durch Deutschland, auf der die Flüchtlinge über ihren Kampf, ihre Ziele und Forderungen in
Flüchtlingslagern wie auch vor interessiertem Publikum berichten.

„In einer langen Tradition des Kampfes gegen die Verletzung von Flüchtlingsrechten haben wir am 6. Oktober 2012 das Protestcamp am
Oranienplatz aufgeschlagen. Hier führen wir den seit einem Jahr andauernden Basiswiderstand weiter. Wir bleiben, bis unsere Forderungen
erfüllt sind!
Wir rufen alle Flüchtlinge in Deutschland auf, die Isolation und das Schweigen zu brechen und zu ihren Schwestern und Brüdern am Oranienplatz
zu kommen, um unsere Rechte einzufordern! Lasst uns unsere Erfahrungen austauschen, gemeinsame Ängste ablegen und zusammen kämpfen.
Wir starten eine „Refugee Revolution Bus Tour“ am 26. Februar vom Oranienplatz, Berlin. Drei Wochen lang werden wir Lager in verschiedenen
deutschen Bundesländern besuchen, um Informationen über den Protest zu teilen. Wir laden alle Flüchtlinge ein, für die große Demo am 23. März
nach Berlin zu kommen. Um die unmenschlichen Gesetze mit massivem Protest zu durchbrechen, rufen wir euch auf, mit uns Seite an Seite
folgende Forderungen durchzusetzen:

Abschaffung der unmenschlichen Abschiebegesetze
Schließung aller Flüchtlingslager
Abschaffung der Residenzpflicht

Alle Streikenden und UnterstützerInnen des Refugee Protest sind eingeladen, sich der Bustour anzuschließen. Falls möglich, bringt Autos
und Kleinbusse mit freien Sitzplätzen.

Am 20. März kehren wir nach Berlin zurück um uns der Refugee Revolution Demo am 23. März anzuschließen.“

mehr unter:
http://refugeesrevolution.blogsport.de/
http://asylstrikeberlin.wordpress.com/

Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen! Film & Infoveranstaltung über das weiterhin existierende rassistische Sondergesetz, insbesondere dem Gutscheinsystem und Möglichkeiten des solidarischen Widerstands // 14.3. // 19:30 // Cafe Median

Im Rahmen der Antirassistischen Aktionstage möchten wir den Film „Wechselgeld? Gibts nicht!“ zeigen und über das weiterhin existierende
rassistische sog. Asylbewerberleistungsgesetz informieren.
Trotz des Urteils des Bundesgerichtshof im Juli des vergangenen Jahres, das betonte, die Menschenwürde sei nicht migrationspolitisch relativierbar und das Asylbewerberleistungsgesetz verfassungswidrig, wurde bisher zwar die Bargeldauszahlungen erhöht, dennoch ist u.a. das Gutscheinsystem sowie eine geringere medizinische Versorgung in dem Gesetz verankert.

Der Film „Wechselgeld? Gibts nicht!“ zeigt unmissverständlich auf, wie Gutscheine gleichermaßen für institutionellen und alltäglichen Rassismus stehen. Nicht nur, dass Menschen ohne festen Aufenthaltsstatus eine Sonderbehandlung erfahren – wer an der Kasse mit Gutscheinen bezahlt, hat definitiv mit Schikanen und Diskriminierungen zu kämpfen.
Der Film begleitet mit versteckter Kamera mehrere Flüchtlinge bei etwas eigentlich ganz alltäglichen – Einkaufen. Dabei wird deutlich wie Rassismus Wirkung entfaltet und das dieses System nicht allein von politischer und verwaltungstechnischer Seite am Laufen gehalten wird, sondern auch gesellschaftlicher Seite unterstützt und praktiziert wird.
Der Film der Erfurter Filmpiraten zeigt aber auch Formen des Widerstands und solidarischen Organisierung gegen solche rassistische Praktiken.

Veranstaltungshinweis: Theater ‚Revolution für Bewegungsfreiheit‘ am 7. März im PWH / Rostock

bild Horst

Am 14. Januar 2011 fand in Tunesien eine Revolution statt. Danach haben viele junge Menschen das Land verlassen. Tausende sind als Geflüchtete in Lampedusa gelandet. Damals sagte der deutsche Innenminister de Maizière, die Menschen müssten erkennen, dass sie nach Tunesien gehören würden. Sie sollten dort bleiben und ihr Land aufbauen. Angela Merkel äußerte sich ähnlich. Sie stellte es als eine Selbstverständlichkeit dar, dass „nicht alle Menschen, die in Tunesien jetzt nicht sein wollen, nach Europa kommen [können]“. Das Theaterstück versteht sich als eine Antwort auf solche Aussagen wie die von Merkel und de Maizière. (mehr…)