Bundesweite Demonstration des Refugee Protest March to Berlin – 13.10. Berlin (Oranienplatz)

Unter dem Motto „Willkommen in Berlin! Für einen menschenwürdigen Aufenthaltsstatus in Deutschland! Asyl und Bewegungsfreiheit sind keine Privilegien, sondern Menschenrechte!“ wird am 13.10. eine bundesweite Demonstration stattfinden, die um 15 Uhr am Oranienplatz beginnen und mit einer Abschlusskundgebung vor dem Bundestag enden wird.

Damit sollen noch einmal die Forderungen der bundesweit protestierenden Flüchtlinge an Öffentlichkeit und Politik getragen werden, von denen die zentralsten lauten: Abschiebestopp, Abschaffung der Residenzpflicht , Abschaffung der Flüchtlingslager!

Pressespiegel zum Protestmarsch

Video über die Ankuft der Flüchtlinge in Berlin

Mobi-Video: Solidarität mit den kämpfenden Flüchtlingen! – Demo am 13.10.2012 in Berlin

An dieser Stelle möchten wir den Aufruf der protestierenden Flüchtlinge anfügen und unterstützen:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (Art 1, Abs. 1 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland)

Liebe_r Berliner_innen und Berlinbesucher_innen,

Anfang September hat sich eine Gruppe geflüchteter Menschen zu Fuß auf den Weg von Würzburg nach Berlin gemacht, um ihre Menschenrechte einzufordern, die ihnen – wie allen Asylsuchenden – in diesem Staat verwehrt bleiben. Mit diesem Protestmarsch setzen sie sich über die ihnen auferlegte Residenzpflicht hinweg und werden am 06.10.2012 am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg eintreffen. Dort wird derzeit ein Aufenthaltsort für sie und ihre Unterstützer_innen errichtet, damit ihre Forderungen hier in der Hauptstadt gehört und durchgesetzt werden.

Am 13.10.2012 wird es eine große Demonstration vom Oranienplatz zum Bundestag geben, um die sofortige Abschaffung dieser menschenunwürdigen Verhältnisse einzufordern.

Wir fordern:

# die Abschaffung der Residenzpflicht, welche Flüchtlingen verbietet, ihren von den Behörden ausgesuchten Aufenthaltsort zu verlassen.

# die Abschaffung der Lagerpflicht, welche Flüchtlingen verbietet, ihren Aufenthaltsort selbst auszuwählen.

# die Abschaffung des Arbeitsverbots, welche Flüchtlingen verbietet, sich Arbeit zu su­chen und sie in Abhängigkeit von Dienstleistern zwingt die an ihrer Zwangssituation verdienen.

# die Abschaffung der Zuteilung von Essenspaketen, welche Flüchtlingen verbietet, ihre Nahrung selbst auszuwählen.

# den Zugang zu Bildung, insbesondere zu staatlichen Deutschkursen, damit Flüchtlinge sich entfalten und aktiv an der Gesellschaft teilhaben können.

# die Beschleunigung des Asylverfahrens, das heute einen langwierigen Prozess darstellt, und für Flüchtlinge über Monate oder sogar Jahre hinweg Unwissenheit und Unsi­cherheit bedeut und sie dadurch erheblich psychisch belastet.

# die Gewährung von unbefristeten Aufenthaltsgenehmigungen für Flüchtlinge in Deutschland, um in Deutschland lebenden Flüchtlingen Perspektiven auf persönli­che, soziale und ökonomische Entwicklung zu eröffnen.

# die Abschaffung der Abschiebungs- und Ausweisungsvorschriften und -praktiken in der Bundesrepublik Deutschland. Keine begangene Straftat und kein Ordnungsver­stoß rechtfertigt es, einem Menschen sein Lebensumfeld und seine Existenzgrundla­ge in Deutschland zu entziehen.

# die Gewährung der freien Aufenthaltswahl innerhalb Deutschlands. Zur Zeit entschei­den deutsche Behörden über den Aufenthaltsort von Flüchtlingen und Asylsuchen­den, selbst wenn nahe Verwandte und Freund_innen der Betroffenen bereits in Deutschland leben.

# die Gewährung der deutschen Staatsbürgerschaft für in Deutschland geborene Kinder von Flüchtlingen. Nur die Staatsbürgerschaft gewährleistet, dass diesen Kindern ein Heranwachsen unter menschenwürdigen Bedingungen am Ort ihrer Geburt und eine gesicherte Zukunft in Deutschland möglich ist.

Bitte unterstützen Sie unseren Protest und unsere Anliegen:

Informieren Sie sich an unserem Protestzelt am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg! Solidarisieren Sie sich mit geflüchteten Menschen in Deutschland und nehmen Sie an unserer Demonstration am 13.10.2012 teil. Bringen Sie nicht mehr benötigte warme Kleidung, Schlafsäcke und Decken zum Zelt am Oranienplatz.

Spenden Sie für Anwält_innen und Gerichtskosten, Fahrtkosten, Kopien, Transpa­rentstoff, Farbe usw. Spenden können unter dem Stichwort „Protestcamp Berlin“ auf folgendes Konto überwiesen werden:

Förderverein Karawane e.V. GLS Gemeinschaftsbank eG keyword: „Protestcamp Berlin“ account number: 4030780800 bank code number: 43060967 IBAN: DE28 4306 0967 4030 7808 00 BIC: GENODEM1GLS

WEITERE INFOS:

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