weitere Eindrücke von der Kundgebung vor dem Lager in Horst am 14.01.2012

Horst 5
Überwältigend wie viele Leute es an diesen abgelenen Ort geschafft haben, um gemeinsam mit den hier zwangsuntergebrachten
Flüchtlingen gegen die Missstände und die Lagerunterbringung zu protestieren und ihre Solidarität für Betroffene dieser Asylabwehrpolitik zu zeigen.

Horst 7
Eine nicht nur symbolische Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit, zwischen Grund-/Menschenrechten und Rechtlosigkeit, zwischen Selbstbestimmung und Entmündigung, ….

Horst 10
Auf dem Plakat ist eine Momentaufnahme des Pogroms in Lichtenhagen 1992 zu sehen. Nazis und rassistische Anwohner_innen ließen hier tagelang an/vor der ZAST („Zentrale Aufnahmestelle“) ihrem brutalen Fremdenhass freien Lauf. Politik und Polizei versagten – gewollt oder ungewollt. Das Lager in Horst wurde kurze Zeit danach bewusst in der Abgeschiedenheit vom rassistischen Mob eingerichtet. Ebenso kurze Zeit nach dem Pogrom wurde de facto Abschaffung das Asylrecht in Deutschland abgeschafft.
(näheres zum abgebildeten Demoaufruf hier)

horst 2
Die Polizei war, versteckt hinter den Transpis, auch zugegen. Anfänglich machten sie vor der Zufahrt „ganz zufällig“ Verkehrskontrollen.

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horst 3

Horst 4

Horst 8

Horst 6
Die Kinder und Jugendlichen haben hier keinerlei Freizeit – und Beschäftigungsmöglichkeiten. Sie haben außerdem keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.
Im Koalitionsvertrag mit Hamburg wurde vereinbart, dass von dort aus keine Kinder im Lager in Horst untergebracht werden sollen. De facto wird sich daran nicht gehalten. Vor allem viele Roma-Familien sind hier untergebracht.

Horst 11
Auf diesem Transpi wird der Unmut gegen die Essensversorgung deutlich. Die Flüchtlinge dürfen nicht selbst kochen und müssen das vorgeschriebene Essen zu vorgeschriebenen Zeiten zu sich nehmen. Zum Selbstversorgen reicht das ihnen zustehende „Taschengeld“ von 40 € monatlich zudem allemal nicht. Sie beklagen, dass der Essenplan immer derselbe ist.

mehr hier, hier und hier

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1 Antwort auf „weitere Eindrücke von der Kundgebung vor dem Lager in Horst am 14.01.2012“


  1. 1 Horstilator 25. Januar 2012 um 0:21 Uhr

    schade das die bilder so klein sind kann mensch ja gar nichts erkennen

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