Weiteres Plädoyer für die Schließung des Flüchtlingsheims in Jürgenstorf

Unter dem Titel „Gefühl der Angst beschränkt das Leben“ macht ein lesenswerter Nordkurierartikel heute ein weiteres mal aufmerksam auf die unzumutbaren Lebensbedingungen im Flüchtlingsheim in Jürgenstorf.
In einem Interview mit einer Psychologin vom Psychosozialen Zentrum für Migranten im Kreisdiakonischen Werk Greifswald-Ostvorpommern e.V., welches einmal in Woche vor Ort ist, werden auf der einen Seite die psychischen Belastungen deutlich, mit denen Flüchtlinge in Deutschland generell konfrontiert sind, auf der anderen Seite zeigt sich, wie sehr die ohnehin schwierigen Bedingungen für Flüchtlinge in einem Flüchtlingsheim wie das in Jürgenstorf weiter verstärkt werden, mit der Folge, dass laut Schätzung der Psychologin ein Drittel der Bewohnenden – Tendenz steigend – psychische Probleme hat.
Auf die Frage, welche Lösung es für diese Situation gäbe, antwortet die Psychologin: „Die Lösung in Jürgenstorf direkt wäre die Schließung des Heimes und die dezentrale Unterbringung an Orten, wo die medizinische und psychologische Hilfe, aber auch die Behörden und Anwälte zentraler erreichbar sind. (…) Optimal wäre eine Unterbringung zum Beispiel in Rostock. Da gibt es viele Ärzte und Psychologen mit Migrationshintergrund. Und auch die Möglichkeit, Sprachmittler zu erhalten, wäre eher gegeben als in Jürgenstorf oder Demmin.“.
Ein eindeutiges Plädoyer, welches sich die Stop it! Kampagne weiter anschliessen möchte!

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1 Antwort auf „Weiteres Plädoyer für die Schließung des Flüchtlingsheims in Jürgenstorf“


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