Protest gegen Lagerunterbringung in Jürgenstorf: Offener Brief von Flüchtlingen und UnterstützerInnen

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Asylverfahren dauern oft viele Jahre. Während dieser Jahre werden die Betroffenen nicht nur durch rassistische Sondergestzte diskriminiert, sie werden zum Großteil in sogenannten Gemeinschaftsunterkünften zwangsuntergebracht. Hinter diesem steril klingenden Begriff der Geimschaftsunterkunft (GU), verbirgt sich ein Lagerleben mit zumeist sehr menschenunwürdige Lebensbedingungen. Neben baulichen Mängeln, unzureichender Beratung fehlt es oft an Sprach- und Bildungsangeboten, sowie an Kontaktmöglichkeiten zu den Menschen aus der Umgebung. Psychische und physische Folgeerkrankungen sind die Regel. Eine Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse vor und während der Flucht, ist nicht möglich. Die Ansiedlung solcher Unterkünfte an den Rändern von Städten ist Ausdruck der gewollten Desintegration seitens des Staates – eine Existenz am Rande der Gesellschaft beginnt!

Jürgenstorf ist ein 1.100 Seelendorf, etwa 4 Kilometer entfernt von Stavenhagen, das mit dem Bus nur selten zu erreichen ist. Das Lager liegt am Rand des Ortes und beherbergt etwa 200 Menschen. In einem offener Brief an Politiker_innen, Integrationsbeauftragte, Behördenmit- arbeiter_innen, Soziale Einrichtungen und Verbände, Kirchengemeinden, und alle anderen am Wohl von Menschen interessierten Einrichtungen und Einzelpersonen, bringen die Bewohnenden ihren Protest zum Ausdruck!

Offener Brief pdf

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1 Antwort auf „Protest gegen Lagerunterbringung in Jürgenstorf: Offener Brief von Flüchtlingen und UnterstützerInnen“


  1. 1 Stop It! « antifa_unlimited Pingback am 05. Oktober 2011 um 23:16 Uhr
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